Torment: Tides of Numenera PC Vorschau

Torment: Tides of Numenera blickt auf eine phänomenale Geschichte zurück. Nicht nur der geistige Vorgänger Planescape: Torment hat damals für Aufsehen gesorgt, auch das Kickstarter Projekt hat bereits einen Rekord gebrochen und wahnsinnig viel Geld gesammelt. Dabei setzt sich das Team aus erfahrenen Köpfen der Branche zusammen, die bereits am „Vorgänger“ und an Glanzstücken wie Fallout gearbeitet haben. Trotz allem muss man die ersten 30 Minuten mit dem Spiel kämpfen, denn es gibt sehr wenig zu tun. Lesen und nochmals lesen heißt es, wobei wir einen kleinen Vorgeschmack auf die Welt von Torment erhaschen. Es fühlt sich eher an wie ein Roman, da man so schnell mit so vielen neuen Eindrücken bombardiert wird, dass man ab und an eine Pause braucht, um diese zu verarbeiten. Doch sobald die Geschichte richtig losgeht, ist es eine faszinierende SciFi Welt, die einen nicht mehr loslässt. Zwar ist es optisch nicht mal annähernd ein Tripple A Titel, aber allein die Detailverliebtheit und die Bewegungen in jeder Ecke, lassen einen staunen. Es ist wahrlich eine skurrile Augenweide, an der ich mich gar nicht satt sehen konnte. Und es passt einfach alles von der Atmosphäre, über die Musik und Soundeffekte, bis hin zu den Charakteren, die so skurril sind, wie die Welt um sie herum. Doch auch wenn ich mich im Universum von Numenera verlieren könnte, so holt mich das dürftige Kampfsystem auf den Boden zurück. Lange Zeit, trotz Tutorial, wusste ich nicht, was ich im Kampf zu tun hatte oder wie die Mechaniken funktionieren. Oftmals habe ich so lange Buttons gedrückt, bis ein Gegner irgendwie Schaden genommen hat und hoffentlich bald umfiel. Gut, dass Kampf oft auch eher optional ist, denn tatsächlich lässt sich hier alles auch mit Gesprächen lösen. Und davon gibt es viele, fast schon zu viele. Wer selbst nicht gern liest, ist mit Torment: Tides of Numenera schnell überfordert. Teilweise wird minutenlang nichts anderes getan, als Dialoge geführt. Wer also ein schlechtes Vorstellungsvermögen besitzt, sollte hier nicht viel erwarten. Man könnte fast sagen, dass dieses Spiel eine Art interaktives Bilderbuch ist und das ist wirklich Geschmackssache. Dennoch habe ich selten ein so interessantes und spannendes SciFi Universum gesehen wie dieses und ich hoffe in der Endfassung wird das Spiel ein verbessertes Tutorial haben, damit man besser durch die Welt geführt wird.

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