Gravity Rush 2 PS4 Test

Nachdem vor einem Jahr die Remastered Version von Gravity Rush endlich auch auf der PS4 erhältlich war, folgt auch schon der zweiter Teil. Eigentlich ein gelungener Schachzug, denn die Geschichte rund um Kat, die tollpatschig liebenswürdige Königin der Gravitationsmanipulation, ist einfach hinreißend sympatisch. Die Geschichte knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Wer jedoch den ersten Teil überspringt, der ist storytechnisch etwas angeschmiert, denn es gibt keine Zusammenfassung als Einführung. Daher würde ich empfehlen, holt dies so schnell wie möglich nach. Ansonsten hat sich am Spielprinzip nichts geändert. Zu den bereits bekannten Fähigkeiten von Kat gesellen sich noch Mond- und Jupiter-Stil, die sie entweder leichter oder Schwerer machen. Vor allem beim Kämpfen fand ich Jupiter ziemlich hilfreich, weil man mit mehr Wumms auf die Gegner losgehen konnte. Generell fand ich den Schwierigkeitsgrad sehr ansprechend. Jede Sidequest hat ander Ansätze, so gab es Passagen, in denen man einfach Geschicklichkeit anwenden musste, bei anderen wiederum Taktik. Passend zum Inhalt des Spiels konnte man die Schwerelosigkeit und das Manipulieren seiner Umgebung gut einsetzen. Und das Dank dieser super niedlichen Katze Dusty, die aussieht, als würde das ganze Universum in ihr wohnen. Und da kommen wir auch schon zum Design, denn das ist überraschender, als man es bei Cell Shading Grafik erwartet. Das liegt aber an dem spielerischen Umgang mit der Schwerelosigkeit. Ganze Städte und Ruinen schweben an einem vorbei, während man in der Ferne dunkle Wolken und unendliche Weiten sieht. Ein toller Anblick, der einem das Spiel mit der Schwerelosigkeit gleich weiter versüßt. Und auch die Charaktere sind allerliebst, besonders aber Kat. Eine Heldin, wie sie gutmütiger und naiver nicht sein könnte, eben wie eine Katze irgendwie. Aber auch ihre Freunde und die NPCs haben ihren Charme und eigene Hintergrundgeschichten. Dennoch hätte ich mir bei einem so dystopischen Setting mehr Drama und Tiefgang gewünscht, aber das ist schon Meckern auf hohem Niveau. Woran ich aber wirklich meckern muss, ist die hakelige Steuerung, die nicht sehr präzise ist und vor allem bei der Kamera, die gerade in engen Räumen und an Kanten gern mal in der Wand hängen bleibt. Trotzdem gibt es hier 30-40 Stunden tolle Action mit viel Herz, die jeder in seiner Sammlung haben sollte.

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